Lohnt sich UGC im Marketing? Studie zeigt: User Generated Content hat viele Vorteile


Marketingtrends kommen und gehen. Dabei entsteht in der Entscheideretage oft das Gefühl, ja geradezu ein gewisser Druck, seine Marketingstrategien alle paar Monate einer Anpassung zu unterziehen – die den vorherigen Trend über den Haufen wirft.


Definition User Generated Content by Erik Hauth

"User Generated Content: auf deutsch "Nutzer-generierte Inhalte", abgekürzt "UGC", beschreibt Inhalte, die von Kunden und Nutzern einer Marke, eines Produktes erstellt werden. Dies können Know-how Inhalte sein, Kritiken und Bewertungen, aber auch Antworten auf Fragen anderer Kunden", Erik Hauth, MAVENS MD

User Generated Content (UGC) bspw. ist so ein Trend, der von Unternehmen inzwischen als “von gestern” betrachtet wird. Viele Statistiken weisen jedoch darauf hin, dass die Zukunft des Marketings eng an UGC und Communities geknüpft sein und seine Wichtigkeit eher noch wachsen wird.


Es gibt dutzende Untersuchungen zu diesem Thema und allein dies zeigt, wie groß der Einfluss von UGC bereits ist. Wir haben die Ergebnisse von 38 Statistiken zusammengefasst, um zu illustrieren, wie alle Bereiche einer Unternehmensstrategie von UGC beeinflusst werden.


Vorteile von User Generated Content

  • Auf UGC basierende Werbeanzeigen erreichen 4x höhere Klickraten und um 50 Prozent niedrigere Klickkosten als klassische Anzeigen im Durchschnitt.

  • Mehr als 50 Prozent der Konsumenten wollen, dass eine Marke ihnen vorgibt, welche Inhalte sie erstellen und teilen sollen, aber nur 16 Prozent der Marken tun dies auch.

  • Das Brand-Engagement steigt um etwa 28 Prozent, wenn Nutzer auf eine Kombination aus UGC und professionellem Content treffen.

  • Konsumenten zwischen 25 und 54 erstellen und teilen 70 Prozent des UGC.

  • Videos von Konsumenten bei YouTube bekommen 10x mehr Views als Content der von der eigentlichen Marke erstellt und hochgeladen wurde.

UGC & Kaufverhalten & Konvertierung.

  • 93 Prozent der Konsumenten finden UGC hilfreich bei ihrer Kaufentscheidung.

  • UGC mündet in 29 Prozent mehr web conversions als bei Kampagnen und Webseiten ohne UGC.

  • On-site Konsumentenbewertungen können die Conversion um 74 Prozent steigern.

  • UGC ist um 20 Prozent einflussreicher als jeder andere Medientyp, wenn es darum geht, Millennials zu beeinflussen.

  • 64 Prozent der Konsumenten wertschätzen Onlinebewertungen nicht nur, sondern suchen aktiv nach ihnen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen.

  • 71 Prozent der Konsumenten fühlen sich wohler, ein Produkt zu kaufen, nachdem sie Produktbewertungen anderer Kunden gelesen haben.

  • 48 Prozent der Konsumenten sagen, dass UGC ein guter Weg ist, neue Produkte zu entdecken.

User Generated Content & Kundenvertrauen.

  • 70 Prozent der Konsumenten vertrauen Kundenbewertungen und Empfehlungen mehr als offiziellem Content der Marken

  • 44 Prozent der Millennials vertrauen erfahrenen Konsumenten mehr als ihrer eigenen Familie oder ihren Freunden, wenn es um eine Kaufentscheidung geht. Bei Baby Boomen beträgt dieser Wert nur 31 Prozent.

  • 87 Prozent der Marken nutzen UGC um „authentischen Content“ zu teilen und 72 Prozent glauben (richtigerweise), dass dies hilft, ihre Zielgruppe zu erreichen.

UGC & Millennials.

  • 86 Prozent der Millennials glauben, dass UGC ein guter Gradmesser für eine Marke oder die Qualität eines Produktes ist.

  • Millennials glauben, dass UGC um 35 Prozent mehr im Gedächtnis bleibt als anderer Content und um 50 Prozent glaubwürdiger ist.

  • 51 Prozent der Millennials vertrauen UGC mehr als jedem anderen Inhalt einer Unternehmenswebseite, Nachrichten und Blogs über die Marke oder ein Produkt sowie Werbeanzeigen.

User Generated Content & Ihre Webseite.

  • 84 Prozent der Millennials sagen, dass UGC auf Unternehmenswebseiten zumindest einen kleinen Einfluss auf die Kaufentscheidung hat.

  • 86 Prozent der Unternehmen nutzen UGC als Teil ihrer Marketingstrategie (Stand: Dezember 2015).

  • Seiten mit integriertem UGC erlebten einen 20-prozentigen Anstieg an wiederkehrenden Besuchern und bis zu 90 Prozent Anstieg der auf der Seite verbrachten Zeit.

  • 41 Prozent der Konsumenten reicht eine bis vier Bewertungen, um sich beeinflussen zu lassen.

  • Eine Studie zeigt, dass Marken bis zu 26 Prozent mehr Traffic auf ihrer Seite haben, wenn sie Kundenbewertungen auf Twitter teilen. 6 Prozent mehr Traffic gibt es beim Teilen auf Facebook.

  • 25 Prozent der Suchergebnisse für die 20 größten Marken verweisen auf user created content.

EGC (Employee Generated Content).

  • Content von Mitarbeitern eines Unternehmens führt zu 8x mehr Engagement als von Marken geteilte Inhalte.

  • Markenbotschaften werden bis zu 24x öfter geteilt, wenn sie durch einen Mitarbeiter verteilt werden, anstatt durch die Marke selbst.

  • Eine Studie ergab, dass Employee Advocacy Programme mit 1.000 Teilnehmern bis zu ​​1.900.000 Dollar im Werbungswert generieren können.

  • Mitarbeiter haben bis zu 10x mehr Follower als der Account des Unternehmens und bekommen so auch mehr organisches social engagement.

  • 53 Prozent der potenziellen Kunden haben eine Marke grundsätzlich als Quelle für ein Produkt ausgeschlossen, weil er oder sie etwas über das Unternehmen von einem Mitarbeiter online erfahren haben.

UGC & Marken.

  • Eine Studie zeigt, dass nur 9 Prozent der Top 250 B2C-Marken UGC auf ihren Produktseiten einbinden.

  • Die Nachfrage nach UGC in der live gaming Industrie wächst mit 122 Prozent jedes Jahr.

  • 57 Prozent der Marken, die UGC nicht nutzen, tun dies aus möglichen Copyright-Problemen.

  • Nur 27 Prozent der Marken haben ein System, das ihnen erlaubt UGC zu finden, zu managen und zu nutzen.

  • 78 Prozent der B2C-Unternehmen nutzen UGC im Jahr 2015.

User Generated Content Case Studies.

  • In einer Studie von Chobani wird deutlich, dass UGC geteilt über Webseiten, Plakaten und Social Media zu einem 225,9-prozentigen Anstieg in Einnahmen zwischen 2009 und 2010 führte.

  • Eine UGC-basierende Kampagne von Burberry führte zu einem 50-prozentigen Anstieg in Ecommerce Verkäufen Jahr für Jahr.

  • Tourism Queensland fuhr eine Kampagne, bei der sich Menschen für den „besten Job der Welt“ bewerben sollten (eine Art Hausmeister für eine tropische Insel). Mehr als 35.000 Menschen haben Videobewerbungen gesendet. Die Kampagne erzeugte Medienberichterstattung im Wert von etwa 368 Millionen Dollar, 8,4 Millionen unique Webseitenbesuche und 55 Millionen Seitenaufrufe.

  • Social Media Kanäle als Votingplattform für UGC zu nutzen, brachte Lays mehr als 22 Millionen Besuche der Kampagnenseite pro Woche ein. Verkäufe stiegen um 12 Prozent in diesem Jahr.

Fazit: Eine User Generated Content Strategie lohnt sich. Immer.


Der Wert von User Generated Content ist nicht zu leugnen. Unser Fazit: Es lohnt sich, nutzergenerierte Inhalte als wichtigen Teil seiner Marketing-Strategie zu etablieren. Jede Fallstudie, jede uns vorliegende Umfrage und ausnahmslos jeder Bericht zeigt, dass UGC positive Auswirkungen auf die Reputation einer Marke, das Engagement, den Traffic, die Conversion und den Umsatz hat.