Was ist Inbound-Marketing?


Oberflächlich betrachtet, könnte man auf die Idee kommen, dass "Inbound-Marketing" nur ein weiteres dieser Schlagworte ist, die unsere digitale Marketingwelt bevölkern. Ich bin jedoch davon überzeugt: Inbound-Marketing ist viel mehr als nur eine Modeerscheinung. Es ist eine ernsthafte Herausforderung für traditionelle Outbound-Marketingmaßnahmen. Und es ist deswegen so beliebt, weil es funktioniert.



Lassen wir zum Einstieg die Statistik sprechen: Laut einer Nielsen Studie sagen 68 Prozent der Inbound-Marketer, dass ihre Marketingstrategie effektiv ist,. Bei den Outbound-Vermarktern sagen dies aber nur 48 Prozent. Weniger als die Hälfte hält also das, was sie tut, für effektiv.


Steigen wir mit dieser Aussage ein. Ich versuche Ihnen in diesem Artikel einen Überblick über all das zu geben, was „Inbound“ ausmacht. Ich gehe auf die wesentlichen Punkte ein, die Sie wissen sollten, um Inbound-Marketing für Ihr Unternehmen Realität werden zu lassen.


Die Definition des Inbound-Marketings


Wenn Sie hier sind, weil Sie gerade "Was ist Inbound Marketing?" in Google eingegeben haben, dann können wir daraus zwei Dinge folgern:

  1. Die Tatsache, dass Sie uns gefunden haben, ist bereits ein Zeichen dafür, dass unsere eigenen Inbound-Marketingmaßnahmen hier bei Mavens funktionieren.

  2. Sie suchen wahrscheinlich nach einer schnellen und einfachen Definition von Inbound-Marketing, also lassen Sie uns auf den Punkt kommen.


Inbound Marketing in a nutshell:


Inbound-Marketing ist eine digitale Marketingstrategie, die Leads und potenzielle Käufer organisch an Ihr Unternehmen heranführt, wenn sie nach Lösungen suchen, anstatt penetrant um ihre Aufmerksamkeit zu buhlen.


Bevor ich jedoch näher darauf eingehe, was das genau bedeutet, brauchen wir einen kurzen Exkurs zum Gegenstück von Inbound: dem Outbound-Marketing.


Was ist Outbound Marketing?


"Outbound" Marketing ist das, woran die meisten Leute denken, wenn man ihnen erzählt, dass man im Marketing arbeitet. Outbound umfasst alle traditionellen Formen, um Marken-Botschaften zu vermitteln und diese aktiv in den Markt zu pushen:

  • Kataloge

  • Plakate

  • Radio- und Printwerbung

  • Cold Calls, also Kaltakquise Anrufe

  • etc.

In der Zeit vor der digitalen Revolution im Marketing, als die Menschen keinen sofortigen Zugang zu den Informationen der Welt hatten, war Outbound-Marketing eine Selbstverständlichkeit. Die Zeiten haben sich jedoch geändert und ein Großteil Ihrer Kundenbasis empfindet Outbound-Marketing jetzt als aggressiv und zu aufdringlich.


Nachteile des Outbound-Marketings

  • Teuer

  • Unpersönlich

  • Nicht auf modernes Käuferverhalten abgestimmt


Outbound Marketing ist verführerisch. Online-Ads bspw. bieten eine klare Wenn-dann-Beziehung zu investierter Media (TKP, CPC) und dem vordergründigen Erfolg (Klickzahlen, Landingpage-Aufrufe).


Ein Merkmal, das auf der Outbound-Seite sehr verbreitet ist, ist „Pay-to-play“. Die meisten Kanäle bezahlen Sie, um das Recht zu erhalten, den Benutzer zu unterbrechen. AdWords, Facebook-Anzeigen, Twitter-Anzeigen, Remarketing-Ads, kostenpflichtige App-Installationen – all diese Outbound-Kanäle sind sehr beliebt in der Administration, da sie Ihnen klare Konvertierungs- und Zuordnungskennzahlen liefern, mit denen Sie Ihre Marketingausgaben und Ihren ROI vermeintlich fest im Griff behalten können.


Die Grenze zwischen Outbound und Inbound verschwimmt dabei oft. Beispielsweise könnten AdWords-Anzeigen als unerwünschte Unterbrechung für den Benutzer beim Zugriff auf die Suchergebnisse angesehen werden. Wenn sie richtig ausgespielt wird, kann eine AdWords-Anzeige allerdings auch genauso relevant wie das erste organische Suchergebnis sein.


Eine hochpersonalisierte Produkt-Remarketingstrategie ist ein weiteres Beispiel, das nicht zu 100 Prozent in den Outbound-Bereich passt. Der Nutzer hatte bereits eine Interaktion mit Ihrer Marke und zeigte Interesse an einem bestimmten Produkt. Die Schaltung verwandter Anzeigen über Remarketing könnte also für den Nutzer sehr relevant sein und nicht als Unterbrechung angesehen werden.


Reine Outbound-Kampagnen kranken also daran, dass sie teilweise große Mediabudgets allokieren müssen. Ihr Ertrag – vor allem am Ende der Customer Journey – bleibt aber fragwürdig oder unklar.


Die Unpersönlichkeit vieler Outbound-Marketingstrategien und die Unfähigkeit bestimmte Marktsegmente anzusprechen und zu analysieren – sind weitere Gründe, warum Outbound im 21. Jahrhundert unter Anpassungsdruck steht.


Während einige Leute sich beeilen, Outbound-Marketing als "obsolet" und "tot" zu bezeichnen, halte ich das Anstimmen des Totenliedes für etwas verfrüht.


Tatsächlich können Unternehmen, die eine Inbound-getriebene Strategie in Kombination mit intelligenten Outbound-Taktiken einsetzen, noch mehr Erfolg haben als diejenigen, die nur Inbound verwenden.


Worin besteht der Unterschied zwischen Outbound Marketing und Inbound Marketing?


Beim Inbound-Marketing geht es darum, die Perspektive von traditionellen Marketingkonzepten wie Outbound auf den Kopf zu stellen und auf moderne Kommunikationsformen zu übertragen.


Die Grundidee hinter Inbound ist folgende: Anstatt Ihr Publikum zu erschrecken, zu unterbrechen und dazu zu nötigen, auf Ihre Botschaft zu achten, erstellen Sie hochwertige Inhalte und Erlebnisse, die Ihre Kunden tatsächlich suchen und erleben wollen; Inhalte, die die Kunden bequem finden – genau zu dem Zeitpunkt in der Customer Journey, an dem sie diese benötigen.


Ob Ihre potenziellen Kunden Sie über Suchmaschinen, Facebook, YouTube oder weitere Kanale finden: Sie initiieren freiwillig Interaktionen mit Ihrem Unternehmen, weil sie auf einer bestimmten Ebene interessiert sind oder das benötigen, was Ihr Unternehmen bietet.

Der Kern: Die Menschen haben sich aktiv dafür entschieden, Ihre Marketingbotschaften zu erhalten.

Offensichtlich gibt diese Tatsache allein dem Inbo